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Von Stellen zu Kompetenzen · Schritt 2 von 8

Kapitel 2: Den Ist-Zustand verstehen

Warum das wichtig ist

Eine lernende Organisation entsteht nicht anhand eines idealen Organigramms. Prüfen Sie, wie Aufgaben, Fähigkeiten und Lernen heute dokumentiert werden: Bewerbung, Einarbeitung, Aufgabenverteilung, Betreuung und informeller Austausch. Mitarbeitende können oft mehr, als Akten zeigen. Kursteilnahme ist noch kein Kompetenznachweis.

So gehen Sie vor

  1. Führen Sie kurze Gespräche mit Geschäftsführung, Führungskräften sowie unterschiedlichen Beschäftigten oder Ehrenamtlichen.
  2. Sichten Sie vorhandene Rollenbeschreibungen, Einarbeitungsunterlagen, Nachweise, Arbeitsprodukte, Kennzahlen und Lernmaterialien.
  3. Kennzeichnen Sie Fakten als bekannt, ungeprüft, widersprüchlich oder fehlend, ohne Personen zu bewerten.
  4. Finden Sie drei Reibungspunkte: Verzögerung, Expertenabhängigkeit und Lernbarriere.
  5. Bestimmen Sie Ausgangskennzahlen ohne zusätzliche Überwachung oder unnötige personenbezogene Daten.

Fragen für den Workshop

  • Wie lernt jemand heute eine neue Aufgabe?
  • Woran erkennen wir, dass sie beherrscht wird?
  • Wo bleibt Wissen in Köpfen oder Dokumenten eingeschlossen?

Für Ihre Organisation anpassen

  • KMU: bestehende Checklisten und kurze Gespräche verwenden.
  • NGO: Aufgaben von Mitarbeitenden und Ehrenamt trennen.
  • Abteilung: HR-, IT- und Betriebsabhängigkeiten prüfen.

Beispiel

Ein sozialer Träger stellt fest, dass Ehrenamtliche mündlich eingearbeitet werden, Übergaben aber fehleranfällig bleiben. Zwei dokumentierte Abläufe und eine kurze Beobachtungsliste verbessern die Kontinuität.

Typischer Fehler: Machen Sie aus einer Prozessanalyse keine geheime Rangliste der Belegschaft.

Kennzahlen: Einarbeitungszeit, wiederholte Fehler, Zugang zu Unterlagen und faire Lernmöglichkeiten.

Ergebnis und Abschlusskriterium: Eine Ist-Karte mit drei Hindernissen, vorhandenen Ressourcen und zwei Ausgangsmessungen.

Arbeitsblatt 2.1: Ist-Analyse

Füllen Sie die Vorlage im Workshop aus. Benennen Sie eine verantwortliche Person, halten Sie Fakten fest und vereinbaren Sie den Prüftermin.

Frage / Feld Notizen / Entscheidung
Wie Rollen beschrieben sind ________________________________
Wie Kompetenzen bisher anerkannt werden ________________________________
Wo Nachweise liegen ________________________________
Wie neue Personen eingearbeitet werden ________________________________
Wie Feedback gegeben wird ________________________________
Ungleichheiten beim Lernzugang ________________________________
Drei offene Prüfaufträge ________________________________
Empfohlene Aktion Verantwortlich Prüfdatum Nachweis / Ergebnis
__________________ ________________ ________________ ________________

Arbeitsblatt 2.2: Reibungspunkt-Protokoll

Füllen Sie die Vorlage im Workshop aus. Benennen Sie eine verantwortliche Person, halten Sie Fakten fest und vereinbaren Sie den Prüftermin.

Frage / Feld Notizen / Entscheidung
Tätigkeit oder Übergabe ________________________________
Problem und Häufigkeit ________________________________
Folgen für Qualität / Auftrag ________________________________
Vermutete Kompetenz- oder Prozessursache ________________________________
Vorhandener Beleg ________________________________
Kleines Experiment ________________________________
Verantwortung und Reviewtermin ________________________________
Empfohlene Aktion Verantwortlich Prüfdatum Nachweis / Ergebnis
__________________ ________________ ________________ ________________

12 Fragen zum Ausgangspunkt

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Frage 1 von 12

Strategie und Sponsoring · Kapitel 1

Wir können zwei Geschäfts- oder Missionsziele benennen, die durch Kompetenzentwicklung besser werden sollen.